Eine Geschichte aus der Dungeons & Dragons Kampagne, Fluch des Strahd
Willkommen zurück beim Spielekapitän, heute mit einer neuen Kampagne und wie das Titelbild schon zeigt, zieht es uns auf die Burg Ravenloft, auf der Graf Strahd von Zarowitsch bereits auf uns wartet. Jede gute Geschichte braucht einen Helden, daher geht es in den ersten Kapiteln dieser Geschichte um Aedir und um seinen Hintergrund, dabei wünsche ich euch viel Spaß, los geht’s.
Prolog – „Ein Tag aus Licht“
Die Burg Virell, Sitz des Lichtordens, erhob sich aus den sanften Hügeln der Provinz Ardan wie ein leuchtendes Monument der Hoffnung. In Ardan war es üblich seinen Reichtum nicht durch große und protzige Paläste zur Schau zu stellen, auch wenn es diese natürlich gab, sondern durch die grünen Ebenen, riesige Alleen voller Pflanzen und Bäume. Dieses Symbolisieren den direkten Pfad zur Sonne, je besser sie Wachsen, desto größer der Glauben an das Licht.
So spielt Licht in dieser Kultur eine große Rolle, nicht nur verdrängt sie das größte übel, die Dunkelheit, sondern gibt seinen treuen Anhänger auch die Möglichkeit mächtige Magie zu kanalisieren.
Ein besonders treuer Anhänger des Lichtordens war Aedir, ein groß gewachsener Halbelf, zwar immer noch kleiner als ein richtiger Elf, doch dafür breiter, so wie ein Mensch. Das Aussehen wurde ihm definitiv von seiner Mutter elfischer Seite vererbt, wobei sein Vater als Schmied im nächstgelegenen Dorf eher den Menschlichen Sitten folgte.
Einst war Aedirs Mutter, Dereyn, eine Stolze Kriegerin des Lichtordens, über die Jahre machte sie jedoch Platz für andere und wurde Beraterin für strategisch wichtige Einsätze. Aedirs Vater, Brom, hingegen reichte es Tag und Nacht an der Schmiede zu verbringen, zumindest bis er Dereyn kennenlernte, aber das ist eine andere Geschichte.
In dieser geht es, wie man sich schon denken kann um den jungen Aedir, der gerade durch die Burg Virell läuft, um einen wichtigen Auftrag entgegenzunehmen. Als er im Eingangssaal, an den hellen, aus Marmor geschliffenen Wänden vorbeiläuft und das Sonnenlicht den schliff schimmern lässt, nimmt er den nächsten Gang zum Turm, der in Richtung Sitzungssaal führt.
Insgesamt 4 große Türme gibt es auf der Burg, auf allen wehten flammende Banner mit dem Symbol des Ordens, eine Sonne gebettet in einem Kreis aus Dornen – das Licht, das selbst im Schmerz nicht verlischt.
Im Herzen der Festung lag die goldene Urg, der große Sitzungssaal, benannt nach dem ersten Paladin, der je die Fahne des Ordens trug. Die Halle war gewaltig – ihre Wölbungen hielten das Echo von Generationen in sich. Tageslicht fiel durch smaragdverzierte Fenster, tanzte auf den polierten Mosaikböden, auf denen die Geschichte des Ordens in Glas erzählt wurde: die Jagd auf Dämonen, der Fall der Finsternis in den Nordlanden, das Erscheinen des Lichts über Virell.
An diesem Morgen war die Urg erfüllt vom murmelnden Klang gerüsteter Männer.
Fünf Paladine standen im Halbkreis. Ihre Rüstungen glänzten in sanftem Gold, verziert mit Runen des Lichts. Jeder von ihnen war ein Symbol für Tugend – Mut, Reinheit, Opferbereitschaft. Aedir, der Halbelf mit dem silbernen Blick, stand ruhig und ehrfürchtig vor Ser Caelum, der Oberste Paladin. Seine Rüstung war schlicht – und doch schwerer als jede andere. In seinen Augen funkelten Jahrzehnte an Kampf, Verlust und Triumph. Seine Stimme war ruhig, aber hallte wie ein Glockenschlag durch die Urg.
„Brüder. Ihr seid erwählt, den Schatten zu bannen, der sich im Westen ausbreitet. Ein Fluch hat das Sumpfland verseucht. Pflanzen verdorren, Tiere verenden, Licht weicht dem Nebel. Und dunkle Flüstereien erreichen unsere Hallen. Ich spüre: Das Böse dort ist alt – älter als unser Orden. Und genau darum sendet euch das Licht dorthin.“
Er blickte zu jedem einzelnen, dann verweilte sein Blick bei Aedir.
„Dein Blut, Aedir… es trägt den Kampfgeist deiner Mutter und die Robustheit deines Vaters in sich, schöpfe aus der Kraft, die dir dein Schicksal vorgibt.“
Ein Diener des Ordens trat vor, reichte jedem Paladin eine Rune aus gesegnetem Bernstein und geleitete sie anschließend bis zum Ausgang. Das Tor von Burg Virell schloss sich, eine große Holztür, verstärkt mit genietetem Eisen und ein neues Abenteuer öffnete sich.
Der Schatten im Moor
Ein Fluch lag wie eine unsichtbare Kralle über dem finsteren Wald im Westen, doch das war nicht immer so. Einst war dieses Land fruchtbar, gesegnet mit heilenden Kräutern und alten Baumhainen – doch nun schob sich kalter Dunst zwischen die Äste, die Luft schmeckte nach Eisen, und selbst Tiere wagten sich nicht mehr hinein.
Tief in diesem Wald, dort wo die Erde moosbewachsen war und das Licht des Himmels wie durch schmutziges Glas fiel, hauste ein Wesen aus Schatten. Es war kein Biest aus Fleisch, kein Dämon der Hölle, sondern ein uraltes Etwas – geschaffen aus der Angst von Jahrhunderten, aus vergessenen Schwüren und gebrochenen Herzen.
Ein paar Tage später, nach dem die Paladine in einem kleinen Dorf rast eingelegt hatten, um sich vor dem kommenden Kampf zu stärken, übernahm Aedir die Führung. Dieser Auftrag könnte seine Chance sein, er könnte sich endlich beweisen und dem alten Ruf seiner Familie Ehre machen.
Gestärkt machten die Männer los und erreichten den äußersten Rand des Waldes ohne Probleme. Der Nebel stieg langsam auf, erst auf Fuß höhe durch kleinere Gräser, dann bis zu den Schultern. Als der graue dicke Nebel den Männern völlig die Sicht versperrte, kam das Gefühl auf, beobachtet zu werden. Das Knacken hinter den Bäumen, das Flüstern im Nebel und plötzlich ein schneller Schatten, als die Paladine sich umdrehten, starrten sie in das graue nichts, an dem eigentlich einer der Männer stehen sollte, doch er war verschwunden.
Die Angst wuchs an, es gab keinen Kampf und keine Spuren, nur das Verschwinden, doch die Paladine, geschult der Angst zu wieder stehen, machten sich Stark und zogen ihre Waffen, vorne an stand Aedir mit einer goldenen Hellebarde, ein langer verzierter Stab an dessen Ende ein ebenso goldener Adler eine scharfe Klinge in seinen Flügeln hielt.
Alle waren in Angriffsposition, sollte es nur ein Rascheln geben, war der Gegner so gut wie am Ende, doch es war etwas lautloses, denn der Nebel schlich um den Körper der Paladine und wurde zu einer festen Form, zog an den Körpern, zerriss Muskel und sehnen, zerdrückte Rüstungen. Und mit jeder zerfetzten Rüstung, jedem Schrei, wurde das Wesen stärker. Die Schatten dehnten sich aus. Die Dunkelheit sog Hoffnung auf.
Dann wurde es ruhiger im dunklen, von Moos bedeckten Dickicht, der Nebel zog sich zurück und mit einem letzten Blick sah Aedir einen Schatten, er sah aus wie ein Wolf, nur größer und fast transparent, an den Nebel angepasst und in seiner Mitte ein kleines Rotes schimmern. Er wusste es geht zu Ende mit ihm, daher umschloss er seine Hellebarde fest mit seiner Hand.
Er verlor das Bewusstsein und sein Blut lief auf den Waldboden, das sich sein weg durch Grashalme und Erde windete, das rote Blut ging langsam in ein grau über und das dickflüssige verdampfte, es entstand ein grauer Nebel.
Am äußersten Rand des Waldes wurde der Nebel aufgewühlt, 5 Männer in goldenen Rüstungen schritten hindurch und standen mit ihren Stiefeln auf dem Moosbedeckten Waldboden. Einer von ihnen hielt eine goldene Hellebarde, fest umklammert in der Hand, es war Aedir der wieder aufrecht Stand und panisch in die ferne sah, da wo er vorher noch den Schatten gesehen hatte. Vor seinem inneren Auge, als ob er zu lange in die Sonne gesehen hatte, lag noch ein rotes Schimmern, das er jedoch schnell aus dem Sinn verlor als einer seiner Männer erneut laut aufschrie und sein Blick nur noch einem einzelnen Arm hinterher blickte, der noch ein Schwert in der Hand hielt.
Aedir zuckte und zögerte diesmal nicht lange, griff an seine Rüstung, öffnete eine Lasche an der eine kleine Schriftrolle hinunterblätterte und zerbrach das Siegel, ein schneller heller Blitz schoss durch die Luft nach oben und bildete am obersten Punkt einen Schirm, der sich an den Seiten zu einer Kuppel ausbreitete. Die hell von Magie leuchtenden, runden Seiten der Kuppel zerschnitten die Schatten, die an Aedir festhielten, ein weiterer Paladin hatte es mit unter den Schutz geschafft. Die letzten beiden Paladine wurden erneut vom Schatten zerrissen und flogen durch die Luft, lösten sich in dunklen Nebel auf.
Es blieb keine Zeit zu verschnaufen, der Schutz hielt nicht ewig, der Zauber durch die Schriftrolle war begrenzt und der Nebel drückte bereits, wollte ins innere der Kuppel durchbrechen. Die kurze Zeit nutze Aedir, legte eine Hand auf die Schulter seines Lichtbruders und gab ihm die Informationen über den roten Schimmer mit, an dessen stelle womöglich der Verursacher dieser grässlichen Schleife ist, die sie aus der Zeit reißt.
Als die Barriere von Aedir nachlässt, stürmen beide nach vorne, an die Position wo das rote Schimmern zu sehen war. Direkt schlägt der Nebel zu, formt sich zu dicken Seilen, die sich um die Körper der Paladine schnüren, doch beide schlagen nach dem roten Licht und ein Schatten flimmert auf, ein riesiger Wolf schnappt nach Aedir und rammt seine Zähne in der Schulter, die durch die Rüstung schlagen. Das Schwert des anderen Paladins saust durch den Körper des Wolfes und schleift am roten Schimmern, das Schwert prallt ab und der Wolf selbst löst erschrocken seinen festen Biss. Aedir fällt zu Boden, das Blut läuft wieder aus ihm heraus und verdampft im dunklen Nebel, während sein Blick auf seinen Kameraden fällt, der gerade mit festem Biss am Hals um sein Leben kämpft und Sekunden später durch ein lautes Knacken seines Genicks leblos zu Boden fällt.
Bevor Aedirs Augen zufallen, blickt er in die schwarzen, leicht weiß schimmernden Augen des Wolfes, die ihn mustern, leicht zusammenkneifen und dann im Nebel verschwinden sich genau so auflösen wie die leblosen Körper seiner Kameraden und nun auch seinem.
Ein grausamer Zyklus, als ob die Zeit selbst an diesen Ort gekettet wurde. Fielen die Paladine, so begannen sie wieder dort, wo ihre Reise in den Wald begann. Die Erinnerungen blieben, die Verzweiflung wuchs und das Zeitgefühl ging verloren.
Aedir spührte nun, dass die Seelen seiner Kameraden, bereits zerfressen von Zeit und Schmerz, nicht mehr lange durchhalten würden und so tat er etwas, wovon er nie dachte es zu tun. Als Halbelf hatte er eine andere Wahrnehmung für magische Energien und er wusste, dass rote schimmern ist die Quelle, die stärkste Magische Energie im Nebel. Um das Herz der Bestie zu durchstoßen, benötigte er weit mehr magische Kraft, als er selbst aufbringen konnte. In einem weiteren Zyklus stellten sich die Paladine zusammen und öffneten ihre Siegel, um eine Barriere zu erschaffen und Aedir steckte seine Hellebarde in den Boden, um die Kraft der Barriere zu kanalisieren, jeder der Männer Griff danach und hielt in Moment inne.
Aedir sprach „Tugend, Mut, Reinheit und Opferbereitschaf stehen für unseren Orden und heute müssen wir das größte Opfer bringen.“
Mit einer stummen Entschuldigung bat er die Seelen seiner Brüder. Und sie gaben freiwillig ihre heilige Essenz. Einer nach dem anderen. Ihre Kraft floss durch die Hellebarde in Aedir, brannte heiß wie flüssiges Gold, zerriss seinen Geist – aber machte ihn ganz. Und so, als der Zyklus zum hundertsten Mal begann, betrauerte er seine Kameraden, als die Barriere zusammenbrach. Erneut griff der Nebel nach seinem Körper doch Aedir, entschlossen und mit der Waffe, gesegnet von seinen Kameraden, stieß mit dem vom Licht durchdrungenen Speer in das flackernde Herz des Schattens.
Der Nebel hielt inne, die Bestie stand still, das Herz durchstoßen. Aedir spuckte Blut, durch ihn gestoßen, neblige Lanzen durch seinen Körper. Er lächelte während Blut an den Seiten seines Mundes herauslief und er in sich zusammenviel, als auch der Nebel schwächer wurde. Der Wolf verblasste, in einem kurzen Moment schauten ihn die orangenen Augen eines Wolfes an, als noch das rote Schimmern übrigblieb, das nun wie ein roter Rubin auf die Brust von Aedir viel.
Der Auftrag wurde erfüllt, doch zu welchem Preis, er hatte seine Kameraden verloren und nun auch sein Leben, als Aedir, wie viele Male zuvor die Augen schloss. Dann Stille, aber es war eine trügerische. Denn nicht das Wesen war der Ursprung des Fluchs.
Wie kalter Rauch kroch der Schatten nun in seine Rüstung, zwischen Haut und Knochen, und flüsterte ihm zu. Zeigte ihm seine Tat. Immer wieder. Zeigte, wie seine Brüder starben. Wie ihre Gesichter zerbrachen. Zeigte, wie der Fluch, den er vor hatte zu bezwingen, bereits tausende Male durch einen neuen Wirt zurückkehrte.
So geschah es auch, Aedir stand wieder auf, seine Wunden verschwunden, doch etwas stimmte nicht, sein Körper fühlte sich leicht an und löste sich langsam in Nebel auf, versuchte eins mit der Umgebung zu werden, mit dem Fluch des Waldes.
Doch ein letzter Funke, das Licht seiner Brüder, schützte ihn vor dem Wahnsinn und gab ihm Kraft durch die Barriere zu brechen, die diesen Hain umgab. Als er hindurchtrat, löste sich der uralte Schatten, der auf dem Wald lag, in flockige Schwärze auf, die auf den Boden niederging wie verwelkte Blätter im Herbst.
Erschöpft taumelte Aedir Richtung Straße. Der Himmel öffnete sich, erste Sonnenstrahlen fielen durch das Geäst, doch das Licht fühlte sich fremd an. Er fand das Dorf – doch was vor Tagen Zuflucht war, war nun Ruine. Felder vertrocknet. Dächer eingestürzt. Was ist hier geschehen?
Bevor Aedir Antworten finden konnte, schlug das Schicksal erneut zu, als zwei Schatten ihn angriffen, diesmal keine Monster, nur Menschen, zwei Banditen, Gierig und grausam.
Völlig kraftlos und erschöpft versuchte Aedir nun sich in Sicherheit zu bringen, doch er war zu langsam und konnte noch gerade so eine Abwehrhaltung einnehmen. Momente später hörte er ein Geräusch, eine Klinge, die aus einem Schaft gezogen wurde, danach verspürte er nur noch einen Schmerz. Die beiden Banditen waren nur die Ablenkung, ein anderer attackierte ihn von hinten und er viel zu Boden. Einer der Banditen sagte nun, „nehmt ihm alles an Wert ab und dann lasst ihn ausbluten“, mit einer widerlichen lache, wurde Aedir vor seinen Augen beraubt, ihm blieben nur noch die Kleider und das Wams seines Ordens, die Rüstung und das Gold wurden ihm genommen, genauso wie ein Ehrenvoller tot.
So wurde ihm langsam kälter und er schloss die Augen, während er in seinem eigenen Blut lag. Einer der Banditen zog gerade an den Stiefeln von Aedir, als er plötzlich sah, dass sein Körper und alles an ihm, sich in einen goldenen Nebel auflöste. In ihm pulsierte ein rotes Schimmern und die Zeit hielt still.
Erschrocken sprangen die Banditen zurück, sie trauten ihren Augen nicht, was zur Hölle war hier los. Als Aedir wenige Momente später völlig verschwunden war. Der Zyklus aus dem Wald begann von vorne, doch diesmal leitete ihn der rote Faden des Lebens entlang seines Pfades mehrere 100 Meter zurück zu einer hell leuchtenden Stelle, die er berührte und sich sein Körper an einer sicheren Stelle aus Nebel zurück zu Knochen, Blut und Fleisch formte. Selbst seine Kleidung und das Wams mit dem Symbol seines Ordens hatte er zurückerhalten, jedoch fehlte ihm ein Stiefel. Bevor er loslief, bemerkte er das neben ihm an einem Baum seine Hellebarde stand, die er zugleich aufnahm. Für einen kurzen Moment dachte er, er hätte seine Kameraden zwischen den Bäumen gesehen, als ihm 2 nur allzu bekannte Banditen entgegenrannten.
Panisch und schnell, rannten sie ihm auf der Straße entgegen, völlig bleich als hätten sie einen Geist gesehen. Aedir trat vor einem Baum hervor und die Banditen machten einen großen Sprung nach hinten und vielen um, kreidebleich.
Einer der Banditen griff in seinen Beutel, als Aedir ihm die Hellebarde an den Hals hielt, doch er zog nur seinen Stiefel aus dem Beutel. Aedir lachte und kam ein Schritt näher „Wo ist der Rest?“
Bandit: „Holger ist noch im Dorf, er hat, also, er hat deine Sachen, frag ihn, er dich auch erstochen, oder auch nicht, was bist du?“
Aedir sprach: „Wenn ich das wüsste, bevor ich euch laufen lasse“
Die Banditen bekamen bereits etwas Farbe im Gesicht wieder.
Aedir: „Wie lange ist es her, dass dieses Dorf zerstört, wurde“
Die Banditen schauten sich an und sprachen mit ängstlicher Stimme.
Bandit: „Das Dorf? Bestimmt schon seit einigen Jahren, lag wohl zu nah an diesem Gruselwald, viele Abenteurer und Gilden haben versucht hier einzugreifen, doch die Aura in diesem Dickicht wurde immer stärker, niemand hat sich mehr getraut hier zu bleiben. Naja gut, für uns, wir holen uns die Reste.“
Aedir schaut einen Moment verwirrt, davon zu hören, dass die kurze Zeit im Nebel, zu mehreren Jahren hier draußen geführt haben. Seine Gedanken schweifen ab, er muss zurück zur Burg Virell und erzählen was passiert ist. Sein Blickt ändert sich, grimmig und wütend.
Aedir: „läuft zu diesem Holger zurück und sagt ihm ich will mein Zeug zurückhaben und kommt nicht auf blöde Ideen ich bin direkt hinter euch.“
Die Banditen überlegen nicht lange, nehmen die Beine in die Hand und laufen vor, Aedir direkt dahinter, bis sie zurück in das Dorf kommen, wo der Bandit mit dem Namen Holger gerade die Rüstung auf sein Pferd schnürt. Direkt hinter einer kleinen Ruine, an dem das Pferd von Holger angebunden ist, kommen nun 2 Banditen hervor und rufen laut zu Holger, dass der Typ wieder da ist, kurzes Gebrüll, als ob niemand etwas versteht, kurze stille, darauf ein Pferdeschnaufen und ein schneller Galopp in Richtung Dorfausgang.
Das Pferd im Galopp mit einer klappernden Rüstung angeseilt, deutlich hörbar, wird von Aedir mit einer vorgehaltenen Hellebarde angehalten und das braune gut genährte Tier bäumt sich auf, Holger fliegt aus dem Sattel und versucht noch nach dem Lederriemen zu greifen. Das Pferd hält ein paar Meter weiter an, im Gegensatz zu Holger der liegt vor Aedir im Dreck und schaut zu ihm hoch.
Aedir: „Dein Pferd gehört jetzt mir und ich empfehle euch mit dem Rauben und Töten aufzuhören, baut das Dorf wieder auf, der Wald ist wieder friedlich, lasst das Licht zurück in euer Herz und vertreibt den Schatten auf eurer Seele.“
Während die beiden anderen Banditen, oder hoffentlich nun Dorfbewohner, Holger wieder aufhelfen. Schauen sie zu wie Aedir in Richtung Osten davonreitet, die Sonne scheint bereits von weiter oben durch die Bäume und wirft ein schimmerndes Licht auf den Horizont.
Zur gleichen Zeit hält eine Elfenfrau einen gesegneten matten Bernstein in der Hand, sitzend vor einem Altar an dem Kerzen brennen, weht plötzlich ein Wind durchs Fenster, pustet die Kerzen aus, Dereyn öffnet erschrocken die Augen, als der Bernstein wieder anfängt zu glänzen.
Ende – Kapitel 1
So ich hoffe der erste Teil hat euch gefallen, in der nächste Folge wird Aedir in die Provinz Ardan zurückkehren, ob hier wohl alles beim Alten geblieben ist? Was hat die Zeit mit der Burg Virell gemacht und was hatte es jetzt mit diesem Bernstein auf sich? All das in der nächsten Folge. Also bis zur nächsten Welle euer Spielekapitän
